Vereinigung Wil - Bronschhofen
FDP unterstütz Vereinigungsprozess Wil-Bronschhofen
Die beiden FDP Ortsparteien von Wil und Bronschhofen wollen den Fusionsprozess der beiden Orte aktiv unterstützen. An der Medieninformation vom Dienstag zeigten die Parteiratsvertreter ihre Beweggründe für die Prüfung der Fusion auf, es gebe für beide Orte zahlreiche Synergien zu gewinnen. Ebenso deutlich wurde kommuniziert, dass es an der Urne am 27. September 09 nicht um den Grundsatz „Ja zur Fusion“ geht, sondern um die Prüfung der Auswirkungen einer Fusion. Die entscheidende Frage folgt in einer nächsten Abstimmung, wenn die Details bekannt sind.
Aktionsplan für Informationen
Die Gründe für die Vereinigung der beiden Orte sind aus der Sicht der beiden Ortsparteien vielfältig. Zum einen seien die beiden Orte bereits heute sozusagen geographisch zusammen gewachsen. Dazu komme, dass gerade Rossrüti auf Grund der Topographie deutlich nach Wil orientiert sei. Weiter könne Bronschhofen der Stadt mit verfügbarem Bauland dienlich sein, während Bronschhofen wohl vom tieferen Steuerfuss in Wil profitieren werde, betonte der Bronschhofer FDP-Präsident Vinzenz Frick.
Bereits am 13. Juni will die FDP Wil mit der Nachbarpartei Bronschhofen einen gemeinsamen Parteianlass organisieren mit dem Titel: „Grenzen verwischen“. An historischer Stätte, nämlich auf dem Aussichtsturm auf dem Hofberg, soll der Anlass stattfinden, dort wo der Wiler Turm auf Bronschhofer Boden steht. Eine öffentliche Veranstaltung ist auf den 17. August in der Tonhalle Wil angesagt, wo die Stadtpräsidenten von Rapperswil-Jona (fusioniert) und Rorschach (misslungene Fusion) ihre Erfahrungen bekannt machen. Rückfragen an andere Ortsparteien seien teils bereits unterstützend beantwortet worden, informierte Jigme Shitsetsang zum Stand der Vorbereitungen.
Auch seitens der FDP Bronschhofen betonte deren Präsident Vinzenz Frick, dass ein Zusammengehen zu mehr Effizienz und Stärkung beider Orte führen werde. Nach Frick geht es jetzt auch darum, die noch erhältlichen Förderbeiträge des Kantons abzuholen. Die erfolgreiche Zukunft setze eine langfristige Perspektiven voraus. Aus der Fusion könnten ergänzende Standortvorteile „Stadt/Land“ erreicht werden.
Die Liberalen werden aktiv
Wiler Nachrichten, Nr 23, 4. Juni 09, Walter Sutter
WIL/BRONSCHHOFEN FDP Wil und FDP Bronschhofen unterstützen den Vereinigungsprozess
Am 27. September hat das Stimmvolk der Stadt Wil und der Gemeinde Bronschhofen in einem Grundsatzentscheid darüber zu befinden, ob eine Gemeindevereinigung von den Behörden weiterverfolgt werden soll.
Bei einem Ja der Stimmenden erhalten der Wiler Stadtrat sowie der Bronschhofer Gemeinderat den Auftrag, die Details für eine Gemeindevereinigung auszuarbeiten. Wenn alle Details bekannt und alle Fragen geklärt sind, kommt die Vorlage noch einmal an die Urne. Dann können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger definitiv über die Gemeindevereinigung befinden. Sagt das Stimmvolk am 27. September nein, so ist die Gemeindevereinigung für Jahre vom Tisch.
Vereinigungsprozess fördern
«Die Parteileitungen der FDP Wil sowie der FDP Bronschhofen unterstützen den Vereinigungsprozess der beiden Behörden und haben beschlossen dieses Prozess aktiv mitzugestalten», erklärte Jigme Shitsetsang, Präsident der FDP Wil. Nicht zuletzt habe ja die Motion von Christoph Gämperle, FDP, im Stadtparlment vom September 2004 den Vereinigungsprozess ins Rollen gebracht. Die beiden Parteien hätten sich regelmässig getroffen und einen Aktionsplan ausgearbeitet. «Unser Ziel ist es, die Bevölkerung beider Orte für die Vereinigung zu gewinnen und auch Informationsarbeit zu leisten, so Shitsetsang.
Gründe für eine Vereinigung
Die Gründe für eine Vereinigung seien vielfältig, so der Präsident. Wichtige Faktoren seien dabei planerische, finanzielle und organisatorische Aspekte.
Für eine Vereinigung spreche die geografische Situation. «Das Siedlungsgebiet beider Gemeinden ist praktisch zusammengewachsen und namentlich Rossrüti ist aufgrund seiner Topographie stark wilorientiert. » Im Gegensatz zu Bronschhofen verfüge Wil nur noch über geringe Landreserven.
«Beide Gemeinden wollen langfristig ihren Finanzhaushalt im Lot halten. Trotzdem weist die Stadt Wil einen deutlich tieferen Steuerfuss bei hoher Finanzkraft auf, so Shitsetsang. Im Bereich Organisation bestehe bei einer Vereinigung – unabhängig von der heutigen Struktur – ein nicht unerhebliches Potenzial. Gegner würden den Verlust von Identität und Identifikation mit ihrem Wohnort fürchten. Aber auch die Zunahme der Anonymität und ein Verlust an Überschaubarkeit würden ins Feld geführt.
Drei Kernaussagen
Die beiden Ortsparteien haben ihre Bemühungen unter drei Aspekte gestellt.
Zusammen effizienter: «Wir streben Professionalisierung in der Schul und Schulraumpolitik, in der einheitlichen Verkehrspolitik sowie Raumplanung und Umweltpolitik an» betonte Vinzenz Frick, Präsident FDP Bronschhofen.
Gemeinsam stärker: «Mit über 20’000 Einwohnern wird der Einfluss bei Bund und Kanton stärker, wir nutzen Synergien bei der Verwaltungstätigkeit und beim Abbau von Grenzen.» Erfolgreich in die
Zukunft: «Wir nutzen die Förderbeiträge des Kantons und gestalten mit einem effizienten Standortmarketing die Zukunft der Gemeinde erfolgreich», so Frick. «Die Schaffung der Einheitsgemeinde hat den Weg für die Vereinigung geöffnet.»
Aktionen
Am 13. Juni führen die beiden Parteien einen Parteianlass mit symbolischem «Grenzen verwischen» und Grillieren durch.
Am 17. August wird ein Anlass in der Tonhalle durchgeführt. Die Stadtpräsidenten Beni Würth (Rapperswil Jona) und Thomas Müller (Rorschach) berichten, warum die eine Vereinigung erfolgreich umgesetzt werden konnte und warum die andere scheiterte. Beleuchtet werden auch Vor und Nachteile der Vereinigung bei Rapperswil/Jona. Moderiert wird der Anlass von Alex Brühwiler, Gemeindepräsident Gossau.
Die FDP der Gemeinde Bronschhofen-Rossrüti und der Stadt Wil unterstützen die Gemeindefusion.
St. Galler Tagblatt, Region Wil: 03. Juni 2009




